Volksstimme vom Do, 22.07.2010 - Author:
Fußball-Regionalligist hat seine Zelte im polnischen Myslenice aufgeschlagen
Myslenice/Polen. Am dritten Tag des Trainingslagers des Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg im 33 Grad schwülwarmen polnischen Myslenice (35 km von Krakau entfernt) kam gestern Nachmittag auch die Gaudi nicht zu kurz, vergnügten sich die Spieler doch beim sogenannten „Paintball“. Heute (17 Uhr) findet gegen den Drittligisten Szreniawa Nowy Wisnicz ein weiteres Vorbereitungsspiel statt.
Beim Paintball gehen zwei „bewaffnete“ Teams in olivgrüner Tarnkleidung und Gesichtsmaske in unwegsamem Gelände sozusagen auf Kriegspfad und versuchen, dem „Feind“ die Fahne abzujagen. Die Munition besteht aus Farbstoff. Wer getroffen wird (die Schuss-Distanz beträgt immerhin 30 Meter), hebt die Hand und muss eine Pause einlegen. „Eine teambildende Maßnahme, die sich die Jungs selber ausgesucht haben“, sagte Manager Rüdiger Bartsch, der am Dienstag nachgereist war. Und ein gut gelaunter Trainer Ruud Kaiser ergänzte: „Es ist nicht nur Spaß, den sich die Spieler redlich verdient haben, weil alle prima mitziehen. Es geht auch um die richtige Strategie, denn wie im Fußball verfolgt man auch hier ein ganz bestimmtes Ziel.“
Als es vorher um die Regeln ging, trat der mit einer Polin (Aleksandra) verheiratete Zeugwart Heiko Horner auf den Plan und ließ die Anweisungen der Organisatoren kurzerhand per Handy von Schwiegermutter Anna Szadok übersetzen ...
Auslöser, überhaupt nach Polen zu fahren und dort ein Trainingslager abzuhalten, waren die FCM-Ultras durch ihre besonders intensive Beziehung zu den Fans von Hutnik Krakau. Anlässlich des 60-jährigen Bestehens findet deswegen auch am kommenden Sonnabend das Jubiläumsspiel gegen den FCM statt. „Weil uns aber der Aufwand nur für ein Spiel - zehn Stunden mit dem Bus hin und wieder zurück - einfach zu groß war, haben wir die Möglichkeiten abgeklopft, eine ganze Woche herzukommen“, erläuterte Bartsch das eher ungewöhnliche Reisedomizil.
Die Mannschaft logiert im Übrigen ganz alleine im kleinen Hotel Krak (elf Doppelzimmer). Mit dabei lediglich die beiden Zeugwarte Horner und Dirk Fröhlich sowie die Physiotherapeuten Mirko und Jana Müller, die in ihren Einzelzimmern sogleich die Möglichkeit zur Pflege nutzen. Von größeren Verletzungen ist der Club aber bislang auch weiterhin verschont geblieben, sieht man einmal von kleineren Blessuren (Bartsch, Girke, Scharlau und Instenberg) ab.
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