2:2 im ersten Testspiel – Bauer nun auch offiziell Kapitän
Volksstimme vom Fr, 23.07.2010 - Author:
1. FC Magdeburg im polnischen Trainingslager

Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg trennte sich gestern Abend im Rahmen des polnischen Trainingslagers von Drittligist Szreniawa Nowy Wisnicz 2:2 (2:1). Beide Teams zeigten trotz der Hitze eine durchaus ansehnliche Partie. Für den Club trafen Becker und Wolf.

Wisnicz. Gestern Vormittag hatte der FCM bei erneut tropischen Temperaturen noch ein 70-minütiges Training auf dem gegenüberliegenden Vereinsgelände von Dalin und Myslenice. Chefcoach Ruud Kaiser hatte dagegen auf die dritte Einheit, Lauf vor dem Frühstück, verzichtet.

Am Nachmittag hieß es dann Busfahrt ins 70 km entfernte Wisnicz, wo das erste Testspiel im Rahmen des einwöchigen Trainingslagers in Polen stattfand. Angesichts zweier Staus konnte von einer entspannten Anreise, die letztlich eineinhalb Stunden dauerte, keine Rede sein. So traf der FCM erst 40 Minuten vor Spielbeginn in Wisnicz ein. Gegner war der dortige Drittligist Szreniawa Nowy Wisnicz.

FCM-Manager Rüdiger Bartsch zu dessen Spielstärke: „Vergleichbar mit einem guten Verbandsligisten. Sie sind gerade aufgestiegen, trainieren viermal die Woche.“

Eine wichtige Personalentscheidung war noch am Mittwochabend gefallen: Neuer Kapitän ist erwartungsgemäß Daniel Bauer, sein „Vize“ Ste phan Neumann. In den Mannschaftsrat wurden ferner Denis Wolf, Tobias Becker und Sebastian Sumelka gewählt.

Zum Spiel, das – total ungewohnt für FCM-Verhältnisse ohne die Unterstützung jeglicher Fans über die Bühne ging: Die Platzherren markierten frühzeitig das 1:0 nachdem Keeper Tischer bei einem 25-m-Schuss zu weit vorm Kasten stand und überrascht wurde (4.). Die erste nennenswerte Chance der Gäste vergab Wijks (vorbei) nach Flanke von Neumann (17.). Besser machte es fünf Minten später Becker, der mit einem platzierten 18-m-Flachschuss den Ausgleich erzielte. Der FCM bekam das match besser in den Griff, zeigte trotz des holprigen Bodens einige gefällige Kombinationen und lag zur Pause verdientermaßen mit 2:1 in Front. Wolf hatte sich nach Zuspiel von Vorm durchgesetzt und sicher ins lange Eck vollstreckt (38.).

Zweite Halbzeit und erneut wurden die Gäste kalt erwischt, glichen doch die Polen durch einen nicht unhaltbaren direkten Freistoß aus halblinker Position aus (51.). Die laufstarken, ehrgeizigen und mitunter recht hart einsteigenden Gastgeber blieben ein unbequemer Gegner, so dass der Club seine liebe Not hatte. Mit zunehmender Dauer ließ dann verständlicher Weise auch die Kraft nach, so dass mehr als das 2:2 einfach nicht drin war.

Kommentar von Trainer Kaiser: „Ein aufschlussreicher Test. Allerdings haben wir einfach zu viele Fehler und den Gegner dadurch wieder stark gemacht. Gegen Ende waren die Jungs natürlich platt.“

Magdeburg: Tischer (46. Flückiger) – Müller, Sumelka, Halke (46. Friebertshäuser), Neumann (73. Instenberg), Becker (59. Georgi), Bauer, Wolf, Stiefel (59. Saalbach), Wijks (73. dos Santos), Vorm (46. Verkic).

Tore: 1:0 Stoklosa (4.), 1:1 Becker (22.), 1:2 Wolf (38.), 2:2 Pasionek (51.)



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