FCM schließt Trainingslager mit Sieg ab
Volksstimme vom Mo, 26.07.2010 - Author:
Fußball-Regionalligist gewinnt 2:0 bei Hutnik Krakau / Stiefel und Wolf treffen / Kaiser zufrieden

Mit einem 2:0 (1:0)-Sieg am Sonnabend bei Hutnik Krakau beendete Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg sein einwöchiges Trainingslager in Polen. Anschließend war die Club-Delegation noch zum Bankett anlässlich des 60-jährigen Vereinsjubiläums eingeladen. Nicht zuletzt der Auftritt der Gäste-Fans machte dieses Spiel zu einem besonderen Erlebnis (siehe nebenstehender Bericht).

Krakau/Magdeburg. Nach rund zehnstündiger Fahrt und insgesamt mehr als 1700 absolvierten Kilometern im in Polen viel beachteten blau-weißen FCM-Bus setzte Detlef Later die Kicker gestern Abend wieder sicher in der Heimat ab.

Vorausgegangen war eine intensive, aber gelungene und gegen Ende auch von den Temperaturen her erträgliche Woche. „Wir sind mit den schlimmsten Erwartungen losgefahren, doch die waren sehr schnell verflogen. Unterkunft, Verpflegung, Gastfreundschaft – ich kann mich eigentlich an kein besseres Trainingslager erinnern. Ein wenig problematisch war‘s ab und zu mit der Verständigung, weil längst nicht alle Englisch sprachen“, fasste Torhüter Matthias Tischer die positiven Geschehnisse zusammen.

Dennoch gab‘s einen kleinen negativen Beigeschmack: Die Gastgeber zeigten sich verstimmt darüber, dass FCM-Manager Rüdiger Bartsch nachverhandelt und die Gesamtsumme für den Aufenthalt auf deutlich unter 7000 Euro gedrückt hatte. Hutnik-Vize-Präsident Adam Gliksman bestätigte die Auseinandersetzung, wollte jedoch kein wei teres Öl ins Feuer gießen ...

Der zweite Auftritt des FCM gegen Hutnik, das gerade dabei ist, nach zahlreichen Tiefschlägen eine neue Mannschaft aufzubauen und an frühere glorreiche (Erstliga-)Zeiten anzuknüpfen, war geprägt von einer kom pakten Spielweise, die am Ende ein ungefährdetes 2:0 zur Folge hatte – der erste Sieg nach zuletzt zwei Remis und einer Niederlage. „Es war wichtig, mit einem guten Gefühl und einem Erfolgserlebnis nach Hause zu fahren, noch dazu ohne Gegentor. Die Jungs waren bissig, haben viele Möglichkeiten kreiert. Das hat mir gefallen“, lobte Trainer Ruud Kaiser, der lediglich die Chancenverwertung bemängelte.

In der Tat hätte das Ergebnis gegen harmlose Platzherren höher ausfallen müssen. Vielleicht wäre es mit Eddy Vorm vorn besser gelaufen, doch der holländische Neuzugang kam nicht zum Einsatz: „Ich habe am Donnerstag (2:2 in Wisnicz/d. Red.) bei einem Schussversuch in der ersten Halbzeit ein Ziehen im Oberschenkel gespürt. Es ist nicht Ernstes, aber wir wollten nichts riskieren“, so der 21-jährige Stürmer.

Darüber hinaus leistete sich der FCM noch zu viele Missverständnisse und Ungenauigkeiten. In der Anfangsphase gab es nur eine nennenswerte Szene, als Maik Georgi aus der Drehung abzog und am Krakauer Keeper scheiterte (8.). Absolut sehenswert das 0:1 durch einen direkten verwandelten, un haltbaren 22-m-Freistoß von Manuel Stiefel in den Winkel (40.).

Nach dem Wechsel nahm die Dominanz der Elbestädter weiter zu, die es aber versäumten, frühzeitig den Sack zuzumachen. Marko Verkic scheiterte „knochenfrei“ per Kopf (48.), dann hatte Tobias Becker den Torhüter schon ausgespielt, schloss aber zu lässig ab, so dass ein Verteidiger noch auf der Linie klären konnte (61.).

Für die Entscheidung sorgte kurz vor dem Abpfiff Denis Wolf, der eine gut getimte Scharlau-Flanke per Kopf in die Maschen wuchtete (87.). „Wir müssen sicherlich noch zulegen, aber vieles klappt schon recht gut, vor allem unser Pressing“, befand Vize-Kapitän Stephan Neumann und resümierte: „Es war eine harte Woche. Wir sind alle müde und müssen erst einmal wieder Kraft tanken.“

Seinen nächsten Auftritt hat der Club am kommenden Donnerstag beim niedersächischen Oberligisten VfV Hildesheim.

FCM: Tischer - Müller, Halke (54. Sumelka), Friebertshäuser, Neumann, Bauer (76. Instenberg), Wijks (71. Wolf), Stiefel (46. Saalbach), Becker, Georgi (82. Scharlau), Verkic (82. dos Santos)

Schiedsrichter: Pirog (KS Krakau). Zuschauer: 1500. Tore: 0:1 Stiefel (40.), 0:2 Wolf (87.)



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